Ganze 18 Monate war das berühmte Kabarett in Montmartre wegen Corona geschlossen. Seit September 2021 hat es wieder geöffnet, und ist jeden Abend ausverkauft. Sechzig Tänzerinnen und Tänzer treten zweimal pro Abend  in der Erfolgsrevue „Féerie“ auf und reissen die Zuschauer mit in ihre bunte, glitzernde Welt, in der die Frauen auf der Bühne ein erotisiertes, freizügiges Traumbild verkörpern.

Im Moulin Rouge aufzutreten, davon träumt Portia Secker bereits seit langem. Die einundzwanzigährige stammt aus Perth in Australien, und tanzt bereits, seit sie 2 Jahre alt ist.  2019 hat sie es geschafft, sich bei einem Vortanzen gegen über 600 Mitstreiterinnen durchzusetzen, und hat einen Vertrag mit dem Pariser Kabarett ergattert.

Aber wer im Moulin Rouge auf der Bühne stehen will, muss dafür erstmal fit gemacht werden: und selbst für Profis wie Portia heisst das: ein hartes Training, um die Choreografie zu lernen, und um zu beweisen, dass sie die richtige für den Job ist. Dabei hilft Audrey Bagassien, eine erfahrene Moulin Rouge Tänzerin, die die Neuankömmlinge einlernt, damit sie ein perfektes Moulin Rouge Girl werden, so wie sie selbst.

Denn auf der Bühne ist nichts als Perfektion erlaubt. Und das Gleiche gilt für den Saal: hier sorgt Maître d’Hôtel Jean-Paul Presse dafür, dass sich die Gäste für ein paar Stunden fühlen, als seien sie in einer anderen Welt. Das Moulin Rouge verkörpert einen Traum von Schönheit, Glitter und Glamour: aber wie zeitgemäss ist diese Traumfabrik heute noch, in einer Gesellschaft gekennzeichnet von der Pandemie?